Vom Rückzug in die Bewegung

Ich möchte diesen Beitrag heute einmal etwas anders beginnen. Nicht direkt mit astrologischen Aspekten, sondern mit ein paar persönlichen Eindrücken aus den vergangenen Wochen. Denn ich habe das Gefühl, dass vieles von dem, was sich gerade in meinem eigenen Leben bewegt, erstaunlich gut zu dem passt, was sich astrologisch in diesem August und im Übergang zum Herbst zeigt – …

… allen voran mit Blick auf die beiden Finsternisse, die uns in diesem Monat erwarten.

Wenn du also normalerweise vor allem wegen der astrologischen Inhalte hier bist, dann bleib gerne noch ein wenig bei mir – denn ich glaube, dass sich dir die Verbindung zwischen dem Persönlichen und dem, was sich am Himmel zeigt, im Laufe dieses Beitrags ganz von selbst erschließen wird.

Wie du vielleicht weißt, lebe ich inzwischen seit fünf Jahren auf Teneriffa. Und gerade weil diese Insel in den vergangenen Jahren zu meinem Zuhause geworden ist, war es für mich besonders spannend, im Juni wieder aufzubrechen …

… und mich auf eine ganz andere Reise einzulassen.

Mein Weg führte mich zunächst nach Deutschland, wo ich von München aus nach Peru flog, genauer gesagt nach Cusco. Hier durfte ich eine Zeit lang mit den Paqos unterwegs sein, den Andenschamanen aus dem Volk der Q’eros in der Nähe des Ausangate, dem höchsten Berg Perus, und dabei konnte ich unter anderem beobachten, wie schön und selbstverständlich dort Gemeinschaft gelebt wird.

Natürlich möchte ich die Lebensweise der Q’eros nicht romantisieren. Auch dort ist das Leben nicht frei von Schwierigkeiten und Herausforderungen. Armut gehört zum Alltag vieler Menschen. Kinder laufen draußen in Sandalen herum, auch wenn es für unsere Verhältnisse in diesen Höhenlagen sehr kalt ist. Und gleichzeitig habe ich ältere Menschen erlebt, die unglaublich vital waren und sich ganz selbstverständlich durch diese oft raue Landschaft bewegten – flink und leichtfüßig, und das bergauf wie bergab.

Obwohl diese Menschen materiell so wenig besitzen, …

… hatte ich immer wieder den Eindruck, dass sie auf einer ganz anderen Ebene sehr reich sind. Reich an Gemeinschaft, an Verbundenheit, an ihrer spirituellen Verwurzelung und an einer tiefen Zufriedenheit mit dem, was ist. Dies zu beobachten, hat mir einmal mehr gezeigt, dass materieller Wohlstand und innerer Reichtum keineswegs Hand in Hand gehen.

Besonders deutlich wurde mir das beim Blick auf die verschiedenen Generationen und den Umgang miteinander. So wachsen Kinder dort nicht unbedingt nur in einem einzigen Haushalt auf. Wenn es zum Beispiel wegen der Schule notwendig ist, dass ein Kind unter der Woche bei der Tante oder der Großmutter lebt, dann ist das dort ganz selbstverständlich und wird von der Gemeinschaft mitgetragen. Kinder gehören dort nicht nur zu ihren Eltern. Sie gehören auch zur Großmutter, zur Tante und zu den anderen Menschen ihrer Gemeinschaft.

Das wiederum hat Erinnerungen an meine eigene Kindheit geweckt. Denn auch ich habe viel Zeit bei meinen Großeltern oder auch Tanten verbracht und dieses Gefühl gekannt, selbstverständlich Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein. Da waren Menschen, die für mich da waren, die mich aufgefangen haben und zu denen ich ganz selbstverständlich dazugehört habe.

Genau darin sehe ich den Reichtum, …

… den wir in unserer westlichen Welt teilweise verloren haben. Denn bei uns ist das Leben sehr stark darauf ausgerichtet, dass die einzelne Familie möglichst alles selbst organisiert. Wir haben unsere eigenen Wohnungen, unsere eigenen Häuser, unsere eigenen Arbeitsplätze – besitzen materiell sehr viel und sind in vielerlei Hinsicht gut abgesichert – und trotzdem erleben viele Menschen Einsamkeit, Überforderung oder das Gefühl, mit ihren Sorgen alleine zu sein.

Diese Erfahrung hat mich noch einmal ganz neu darüber nachdenken lassen, wie wichtig Zugehörigkeit, Verbundenheit und das Gefühl sind, Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der wir einander tragen und unterstützen. Das ist eine Qualität, die in den kommenden Jahren immer wichtiger werden wird: neue Formen von Gemeinschaft zu entwickeln, in denen wir unsere Individualität bewahren und uns gleichzeitig wieder stärker miteinander verbinden. Für mich liegt darin etwas sehr Zukunftsweisendes – eine Qualität, die ich auch mit dem Wassermann verbinde …

… und die wir als Gesellschaft in den kommenden Jahren noch viel stärker entfalten dürfen.

Mit diesen Eindrücken bin ich schließlich nach Deutschland zurückgekehrt. Auch dort durfte ich besondere Erfahrungen machen. Zu allererst im Rahmen meiner schamanischen Ausbildungsreihe, die ihren Beginn im schönen Thüringer Wald hatte. Von dort führte mich mein Weg dann weiter an den Starnberger See. Dort fand mein erstes Iboga-Retreat statt. Und ich muss sagen: Dieses Retreat war für mich einer der Höhepunkte dieses Sommers. Wir waren in einem kleinen Tipi-Dorf nahe dem Starnberger See, das zu einem Gutshof gehört.

Alles dort war sehr einfach gestaltet, nichts war perfekt – aber genau dadurch hatte dieser Ort eine ganz besondere Gemütlichkeit und Wärme, etwas sehr Echtes und Bodenständiges. Aus diesem Grund kann ich sagen, dass dieser Ort etwas in uns allen berührt oder auch erweckt hat. Die Sehnsucht nach einem einfacheren Leben, dem Draußensein in der Natur, dem Kind in uns, das all das liebt, das Nicht-perfekt-sein-müssen, diese Leichtigkeit und das selbstverständliche …

… Zusammensein mit Menschen, mit denen wir uns verbunden fühlen.

Wir als kleine Gruppe, die wir dort waren, haben diesen Ort sehr schnell in unser Herz geschlossen. Und als das Retreat zu Ende ging, fiel es uns tatsächlich schwer, uns von diesem Ort zu trennen. In den Tipis hatten wir alle so wunderbar geschlafen und uns erholen können. Einer der Teilnehmer wollte sogar noch eine weitere Nacht bleiben, weil er die Energie dieses Ortes als so besonders empfunden hatte. Auch die Menschen auf dem Gutshof, die für uns da waren, haben zu dieser Atmosphäre beigetragen. Diese Herzlichkeit, diese Einfachheit und dieses Gefühl, willkommen zu sein, hat uns allen enorm gut getan.

So habe ich während dieses Retreats sehr deutlich gespürt: Das ist eine Arbeit, die mir wirklich am Herzen liegt. Menschen in tiefen Prozessen zu begleiten, Räume zu schaffen, in denen Begegnung möglich wird, in denen Menschen sich selbst anders erfahren können – genau darin liegt für mich etwas sehr Wesentliches. Deshalb freue ich mich auch schon auf das nächste Iboga-Retreat im Oktober. Dafür gibt es aktuell noch einen letzten freien Platz. Bei Interesse findest du weitere Infos hier

Und weil ich dieses erste Retreat als so stimmig und zukunftsweisend erlebt habe, …

… möchte ich diese Arbeit auch im kommenden Jahr weiter anbieten. Von Juni bis September nächsten Jahres werde ich voraussichtlich jeden Monat ein Iboga-Retreat im Tipi-Dorf am Starnberger See veranstalten. Dies nur mal nebenbei bemerkt, falls du zu jenen gehörst, die schon mit dem Gedanken spielen, nächstes Jahr dabei sein zu wollen.

Nach dem Iboga-Retreat ging es dann für mich weiter nach Köln, wo ein Teil meiner Familie und meine Freunde leben. Und in dieser Zeit wurde mir noch einmal etwas sehr bewusst: Wie wichtig es für mich ist, Zeit in Deutschland zu verbringen. Mit Menschen, die meine Sprache sprechen. Mit Menschen, die mir nahestehen. Mit Menschen, mit denen mich eine gemeinsame Geschichte verbindet. So wurde mir zunehmend bewusst, dass mir diese Nähe in den vergangenen Jahren …

… mehr gefehlt hat, als ich mir zuvor selbst eingestehen wollte.

Während ich dann bei meinen Eltern in Bayern, genauer gesagt in Kulmbach, war, begegnete mir dazu passend dort ein Bild, das für mich inzwischen fast symbolisch für diesen Sommer und den Übergang zum Herbst geworden ist. Ich war an einem dieser schönen Sommertage dort an einem See, und da kam plötzlich eine große blaue Libelle auf mich zugeflogen und setzte sich auf meine Hand – etwas, das ich so noch nie erlebt habe. Die Libelle blieb erstaunlich lange auf meiner Hand sitzen, während sie mich mit ihren großen Augen beobachtete – und ich sie. Und dann, nach einer geraumen Weile, flog sie blitzschnell wieder davon.

Für mich fühlte es sich an, als hätte sie sich auf meiner Hand für einen Moment ausgeruht, um Kraft zu sammeln, bevor sie zum Weiterflug ansetzte. Was ich spannend finde, ist, dass das Leben der Libelle im Wasser beginnt. Dort verbringt sie als Larve einen großen Teil ihrer Entwicklung, bevor sie irgendwann das Wasser verlässt, sich verwandelt und als erwachsene Libelle in die Luft aufsteigt. Sie zeichnet den Weg vom Wasser in die Luft, von der Tiefe und Ruhe in die Bewegung. Von einer langen Phase der inneren Entwicklung …

… hin zu mehr Leichtigkeit, Beweglichkeit und Sichtbarkeit.

So sehe ich darin symbolhaft auch die Bewegung, die sich astrologisch in dieser zweiten Jahreshälfte abzeichnet und die ich auch gerade für mich so wahrnehme: Vom Seestern zur Libelle. Du erinnerst dich vielleicht noch an meinen letzten Beitrag, in dem ich das Bild vom Seestern mit dir teilte – dem Seestern, der uns wie ein innerer Kompass den Weg aus der Tiefe weist. Diese Bewegung aus der Tiefe des Wassers spiegelt sich sehr eindrücklich im Bild der Libelle wider, die das Wasser verlässt und sich in die Luft erhebt.

Wenn ich dabei auf mein Leben hier auf Teneriffa schaue, so kann ich sagen, dass – auch wenn ich vieles an meinem Lebensort hier auf Teneriffa schätze, sehe ich darin vor allem einen Ort des Rückzugs, gleich dem Seestern, an dem ich mich in den letzten Jahren vor allem beruflich entwickeln konnte, an dem ich in Ruhe meine Arbeit aufbauen konnte. Rückblickend betrachtet war wohl genau das in den vergangenen fünf Jahren auch meine Aufgabe. Aber jetzt habe ich das Gefühl, …

… dass sich diese Phase – gleich der Libelle – langsam aber sicher ihrem Ende neigt.

So sehe ich in der Libelle – symbolhaft für die zweite Jahreshälfte, für den Übergang vom Sommer zum Herbst –, dass eine lange Phase des Rückzugs und der inneren Entwicklung in eine Zeit übergeht, in der für viele von uns wieder mehr Begegnung, Bewegung, Offenheit und Sichtbarkeit entstehen dürfen.

Und so möchte ich an dieser Stelle gerne den Bogen zur Astrologie spannen. Denn wenn ich mir den August näher anschaue, spiegelt sich diese Bewegung auch erstaunlich deutlich am Himmel wider. Genau das finde ich an der Astrologie so spannend. Sie sagt uns nicht unbedingt, was passieren wird. Aber sie kann uns Bilder und Themen geben, die uns helfen, …

… die Entwicklungen in unserem Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch etwas ansprechen, was mich in den vergangenen Monaten immer mal wieder beschäftigt hat. So schrieb mir eine Dame, eine Zuhörerin und Kundin von mir kürzlich, dass sie meine regelmäßige Stimme auf YouTube vermisse und auch meine astrologische Einordnung der Geschehnisse in der Welt.

Ihr Anliegen kann ich sehr gut verstehen. Denn über viele Jahre war genau das ein wichtiger Teil meiner Arbeit. So sprach ich beispielsweise in meinen Sonderbeiträgen über die langsam laufenden Planeten, über Pluto im Wassermann, Neptun im Widder, Uranus in den Zwillingen und Saturn im Widder und darüber, welche Veränderungen diese Konstellationen für unsere Gesellschaft …

… und unser Leben in den kommenden Jahren mit sich bringen können.

Vieles von dem, was ich dazu zu sagen hatte, habe ich bereits in den Sonderbeiträgen gesagt. Deshalb spüre ich heute nicht mehr das gleiche Bedürfnis, die Entwicklungen im Außen ständig zu kommentieren oder jeden Monat wieder auf die neuesten Nachrichten zu schauen. Nicht, weil mir die Welt gleichgültig geworden wäre, sondern weil sich mein Fokus verändert hat. Denn die großen Veränderungen, über die ich in meinen Sonderbeiträgen bereits gesprochen hatte, sind längst im Gange. Was mich heute wesentlich stärker interessiert, ist die Frage:

* Was geschieht in uns, während sich die Welt verändert?

* Wie verändern wir uns selbst?

* Was geschieht mit unseren Beziehungen?

* Was brauchen wir, um in einer zunehmend schnellen Welt innerlich bei uns zu bleiben?

* Und wie finden wir einen Zugang zu dem, was uns wirklich entspricht, anstatt uns ständig danach auszurichten, was von außen von uns erwartet wird?

Auch meine eigene Entwicklung hat natürlich damit zu tun. Meine Erfahrung mit Iboga – einer psychedelischen Meisterpflanze – in Afrika im vergangenen Jahr war für mich in diesem Zusammenhang lebensverändernd und zutiefst heilsam. Sie hat mir geholfen, vieles von dem zu erkennen, was mich lange an alten Mustern festgehalten hat – darunter auch an dem Muster, immer etwas leisten oder liefern zu müssen.

Und sie hat mich an einen Punkt geführt, an dem meine lange Suche ein willkommenes Ende gefunden hat. Im inneren Dialog mit dieser Meisterpflanze erhielt ich Antworten auf Fragen, nach denen ich viele Jahre gesucht hatte. Und damit kam etwas in mir zur Ruhe. Diese Erfahrung hat einen Frieden …

… und eine Ruhe in meinen Körper gebracht, die ich so zuvor nicht kannte.

So merke ich heute immer deutlicher, dass ich wieder stärker das tun möchte, was mir Freude macht und was sich für mich lebendig anfühlt. Und deshalb möchte ich auch meine Podcasts nicht mehr nach einem starren Rhythmus gestalten. Ich möchte nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt etwas veröffentlichen müssen, nur weil wieder ein Monat vergangen ist. Ich möchte dann sprechen, wenn ich wirklich etwas zu sagen habe. Dann, wenn mich etwas bewegt, wenn ich etwas erlebt habe, das ich mit dir teilen möchte, oder wenn ich in den astrologischen Entwicklungen etwas wahrnehme, das ich für wichtig halte. Und genau aus dieser Perspektive möchte ich nun auf den August schauen.

Beginnen möchte ich mit Venus. Venus befindet sich noch bis zum 10. September in ihrem eigenen Zeichen Waage. Venus in Waage bringt sehr stark das Thema Beziehungen in den Vordergrund. Es geht um Begegnung, Ausgleich, Harmonie. Um die Frage, wie wir miteinander umgehen …

… und welche Beziehungen wir in unserem Leben haben möchten.

Wenn ich das mit dem verbinde, was ich selbst in Peru und anschließend in Deutschland erlebt habe, dann wird für mich deutlich, dass es in meinem eigenen Leben gerade gar nicht so sehr um die Frage geht: Was möchte ich alleine erreichen? Sondern vielmehr: Mit welchen Menschen möchte ich mein Leben teilen? Wo fühle ich mich zugehörig? Wo kann ich mich einbringen? Und welche Form von Gemeinschaft entspricht mir? So sehe ich darin eine der wichtigen Fragen dieses Monats August, die vielleicht auch in dir etwas bewegen.

Am 12. August erwartet uns dann der Neumond mit einer begleitenden Sonnenfinsternis auf 20 Grad Löwe. Finsternisse, wie in diesem Monat August, können wie …

… ein Katalysator für anstehende Entwicklungen wirken und eine schicksalhafte Komponente haben.

Dabei geht es im Zeichen Löwe um die Sonnenseiten des Lebens, um Selbstvertrauen, Kreativität, Lebensfreude, Freizeitvergnügen, Selbstausdruck und den Mut, sichtbar zu werden. Besonders interessant finde ich, dass diese Finsternis nahe dem absteigenden Mondknoten stattfindet. Das kann darauf hinweisen, dass wir erkennen dürfen, was sich vollendet hat. Vielleicht geht es darum, eine alte Rolle loszulassen, eine Bindung, eine Vorstellung davon, wer wir sein sollten, oder eine Lebensform, die einmal richtig war, deren Aufgabe aber inzwischen erfüllt ist.

Ich muss dabei gerade auch an eine Freundin hier auf Teneriffa denken, die viele Jahre im kaufmännischen Bereich, in der Versicherungsbranche tätig war, und die in diesem Sommer endlich den Job gefunden hat, der ihr wirklich Freude bereitet. Nach dem sie sich zuvor zur Gärtnerin hat umschulen lassen, sprüht sie jetzt in ihrem neuen Job nur so vor Glück, denn hier ist sie von ihren Kollegen sehr herzlich, fast wie in eine Familie aufgenommen worden. Hier kann sie ihre Liebe zu den Pflanzen einfließen lassen. Hier fühlt sie sich geerdet und von einem angenehmen Lebensgefühl getragen, das gänzlich anders ist, als 8-10 Stunden am Tag in einem Büro zu sitzen, auf den Bildschirm zu starren und Kundenbeschwerden zu bearbeiten, wie dies in ihrer Vergangenheit der Fall war.

Interessant ist im Kontext dieser Sonnenfinsternis auch ein Rückblick …

… auf den August 2018, denn damals fand eine Sonnenfinsternis auf 19 Grad Löwe statt – also fast auf dem gleichen Grad wie diese Sonnenfinsternis.

Ich erinnere mich, dass ich damals in Irland war, und auch dort hat mich die Bedeutung von Gemeinschaft tief berührt. Ich habe die Iren immer als sehr gemeinschaftsorientiert erlebt, als Menschen, die es lieben, miteinander zu lachen und zu feiern und Gemeinschaft zu leben. Im selben Jahr bin ich dann nach Bonn gezogen. Zuvor hatte ich eher ländlich gelebt und war froh, wieder näher bei Köln, meiner Familie und meinen Freunden zu sein. Zudem war 2018 auch das Jahr, in dem ich mein Buch veröffentlicht hatte, das den Titel trägt: „Montblanc – Wenn das Herz auf seinen Spiegel trifft.“

Wenn ich so zurückblicke, finde ich die Verbindungen zu dieser Sonnenfinsternis im Zeichen Löwe bemerkenswert. Denn sie könnte uns mit folgender Frage konfrontieren:

Trauen wir uns, sichtbar zu werden und mit dem, was uns Freude macht, nach außen zu gehen?

Vielleicht lohnt es sich deshalb, bei dieser Finsternis zurückzuschauen: Was war 2018 in deinem Leben los? Was begann damals? Und was davon möchte heute vielleicht noch einmal gesehen werden – nicht unbedingt, um wiederholt zu werden, sondern um zu erkennen, wie weit du inzwischen gekommen bist?

Auch die astrologischen Aspekte der Sonnenfinsternis finde ich bedeutend. Die Sonnenfinsternis zeigt zwei Drachenfiguren – basierend auf einem großen Trigon zwischen Venus, Uranus und Pluto – wobei an der Spitze der einen Drachenfigur Merkur steht und an der anderen Spitze Neptun. Zugleich baut Mars eine Spannung zu Neptun auf.

Venus in Opposition zu Neptun verstärkt die Sehnsucht nach Liebe und Verbundenheit.

Begegnungen können sich in dieser Zeit ungewöhnlich intensiv oder sogar schicksalhaft anfühlen. Gleichzeitig ist es wichtig, zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit zu unterscheiden. Denn nicht alles, was sich magisch oder romantisch anfühlt, muss automatisch richtig sein. Wir könnten vielleicht dazu neigen, etwas zu sehr zu idealisieren.

Da auch Merkur und Pluto in Opposition zueinanderstehen, könnten Worte viel bewegen, so manche Informationen könnten uns neue Wege oder auch neue Verhandlungsoptionen eröffnen. Gerade deshalb sollten wir genau hinschauen, was uns erzählt oder angeboten wird. Bei finanziellen Entscheidungen und langfristigen Verpflichtungen ist es empfehlenswert, lieber zweimal zu prüfen als einmal zu schnell zu entscheiden.

Die Sonnenfinsternis im Löwen möchte uns letztlich aber vor allem ermutigen, …

… an uns selbst zu glauben und unserem Herzen zu folgen. Schau am besten auf dein Horoskop, auf das Haus bzw. den Lebensbereich, wo sich die 20 Grad Löwe befinden. Vielleicht gibt es dort etwas, das du schon lange weißt, aber noch nicht gewagt hast. Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, einen Schritt in Richtung Selbstermächtigung zu machen. Gleich meiner Freundin, die als Gärtnerin, wie vorhin erwähnt, ihr Hobby zum Beruf gemacht hat. Was gibt es Schöneres?!

Am 21. August stehen dann Venus und Saturn in Opposition. Beziehungen könnten dadurch auf eine erwachsene, ernsthaftere Weise betrachtet werden, im Sinne von: Ist das Fundament gesund? Wo stimmen Geben und Nehmen noch überein und wo nicht? Auch finanzielle Themen können davon profitieren, nüchtern betrachtet und geordnet zu werden.

Gegen Ende des Monats verändert sich dann die Atmosphäre.

Am 23. August wechselt die Sonne in die pflichtbewusste Jungfrau, am 25. folgt Merkur. Am 28. August steuern wir dann auf die zweite Finsternis dieses Monats zu: einen Vollmond mit einer begleitenden Mondfinsternis auf 5 Grad Fische.

Die Mondfinsternis findet nahe dem aufsteigenden Mondknoten statt und steht damit für Entwicklung, emotionales Wachstum und das Vertrauen in einen Prozess, dessen Ausgang wir vielleicht noch nicht kennen. Schau dazu gern auf jenes Haus in deinem Horoskop, in das die 5 Grad Fische fallen, denn das ist es, das durch diese Mondfinsternis aktiviert wird.

Gleichzeitig bildet sich ein T-Quadrat zwischen Sonne, Merkur und Mond mit Uranus sowie eine Yod-Figur, der sogenannte Finger Gottes, der von Neptun und Pluto auf Sonne und Merkur in der Jungfrau zeigt.

Das kann die Zeit um den 28. August durchaus etwas unruhiger stimmen …

… oder elektrisch aufladen. Überraschende Nachrichten oder unerwartete Wendungen sind möglich. Deshalb würde ich in diesen Tagen nicht vorschnell reagieren, sondern Informationen prüfen und auch der eigenen ersten Reaktion etwas Zeit geben.

In diesem Kontext lohnt sich ein Blick zurück, und zwar auf 2007, denn in diesem Jahr im August 2007 fand eine Mondfinsternis ebenso auf 5 Grad Fische statt.

Wenn ich mich erinnere, hatte ich in jenem Jahr gerade meinen Abschluss als Diplom-Kauffrau gemacht und sehnte mich nach einer neuen beruflichen Aufgabe, die meiner neuen Qualifikation entsprach. Ich schrieb so einige Bewerbungen und wartete darauf, dass sich eine neue Tür öffnete. Doch der neue Job kam nicht sofort. Erst ein Jahr später ergab sich eine neue berufliche Möglichkeit – und sie kam letztlich ganz anders auf mich zu, als ich es erwartet hatte.

Wenn ich heute auf diese Erfahrung zurückblicke, …

… finde ich darin eine interessante Parallele zu dieser Mondfinsternis in den Fischen. Die eigene Sehnsucht wahrzunehmen, ist wichtig. Sie zeigt uns, wonach wir uns innerlich ausrichten und was in uns wachsen möchte. Gleichzeitig dürfen wir den Sinn für die Realität und für das Machbare nicht verlieren. Manchmal braucht etwas einfach seine Zeit.

Das erlebe ich gerade auch in meinem eigenen Leben. Ich spüre sehr deutlich, dass es mich wieder stärker in Richtung Deutschland zieht. Und gleichzeitig weiß ich, dass sich so eine Veränderung nicht von einem auf den anderen Tag umsetzen lässt. Es braucht Planung, wohlüberlegte Schritte und auch Geduld und Vertrauen.

Denn nicht jede Tür lässt sich sofort öffnen, …

… nur weil wir wissen, dass wir durch sie hindurchgehen möchten. So besteht Vertrauen für mich darin, nicht einfach abzuwarten, dass sich ein Wunsch von allein erfüllt. Vertrauen bedeutet für mich vielmehr, die eigene Sehnsucht ernst zu nehmen, die notwendigen Schritte zu gehen und gleichzeitig offen dafür zu bleiben, wann und auf welche Weise sich etwas tatsächlich entwickelt. Auch wenn wir vielleicht die Richtung bereits kennen, heißt dies nicht, dass wir den Weg dorthin kennen.

Genau darin liegt für mich auch die besondere Qualität dieser Mondfinsternis: Wir müssen nicht alles kontrollieren können, um unserem Weg zu vertrauen. Wir dürfen unseren Teil tun – und gleichzeitig akzeptieren, dass manches seine eigene Zeit braucht.

Das Gute ist, dass Jupiter im Löwen ab der Mondfinsternis, …

… also ab dem 28. August bis Anfang September ein harmonisches Trigon zu Saturn im Widder bildet. Das ist eine ausgesprochen konstruktive Verbindung. Jupiter fördert Wachstum, Saturn gibt Struktur. Eine Begeisterung kann eine Richtung bekommen. Und möglicherweise ist genau das die Qualität, mit der dieser August endet: nicht unbedingt mit einer fertigen Antwort, aber mit mehr Klarheit darüber, welcher nächste Schritt möglich ist.

So wünsche ich dir für die kommende Zeit gute Begegnungen, Menschen, bei denen du dich wirklich zu Hause fühlen kannst, den Mut, deinem Herzen zu folgen, aber auch die Klarheit, zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit zu unterscheiden. Ich wünsche dir Vertrauen in das, was sich gerade in deinem Leben verändert. Und auch den Mut, etwas loszulassen, das lange Zeit wichtig für dich war, wenn du spürst, dass seine Zeit erfüllt ist. Und so sage ich auf ganz bald. Bis dahin wünsche ich dir von Herzen alles Gute, mit lieben Grüßen, Ute

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