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Wahre Liebe lässt frei - wenn das mal so einfach wäre!

„Wahre Liebe lässt frei“ – wenn das mal so einfach wäre!

Mit diesen Worten wurde ich einst konfrontiert, als mir vor Jahren das Buch von Robert Betz „Wahre Liebe lässt frei“ in die Hände fiel. Natürlich verstand ich auf Anhieb seine Botschaft, nur das tatsächliche Umsetzen fiel mir deutlich schwerer. 

Und wenn auch du vielleicht – so wie ich vor vielen Jahren – deinem Herzensmenschen begegnet bist – dem einen speziellen Menschen mit Seelenpartner- oder gar Dualseelenqualität – wird dir nachfolgendes Szenario wahrscheinlich vertraut sein:

Immer dann, wenn du diesen Menschen zu sehr bewundert, auf ihn aufgeschaut und dich sehnsüchtig an ihn verloren hast, hat er sich plötzlich von dir entfernt. Und du bliebst zurück mit der oft so quälenden Frage:

„Was ist da bloß passiert? Was ist da schief gegangen? Was habe ich falsch gemacht?“

Gerade die letzte Frage lässt die Antwort bereits erahnen. Denn solange du auf diesen Menschen aufschaust, stufst du dich selbst und dein Leben herab. Es ist fast so, als würde dich sein Leben mehr fesseln, mehr faszinieren als dein eigenes. Und solange er dich so sehr „fesselt“, desto stärker hält dich genau diese Fessel emotional an ihn gebunden – mit der völlig natürlichen Konsequenz, dass er sich früher oder später von dir zurückzieht.

Als mir in Verbindung mit meinem Seelengefährten das erste Mal das Wort Loslassen begegnete, dachte ich nur: Wie soll das bitte gehen? 

Wie soll ich jemanden loslassen, der mich so tief in meinem Herzen berührt hat … so tief, wie niemand anderer zuvor?

Und umso öfter ich darüber nachdachte, wie ich das bewerkstelligen soll, desto verhasster wurde mir das Wort Loslassen. Ich konnte und wollte es nicht mehr hören, bis ich eines Tages begriff … dass, solange mich das Leben meines Seelengefährten mehr fesselte als mein eigenes Leben,  desto stärker hielt mich diese Fessel buchstäblich an ihn gebunden 

Demnach galt es mir bewusst zu machen, was es im Einzelnen war, was mich an ihn/ihm so fesselte. Und ich stellte ernüchternd fest, dass es weniger sein Charisma oder seine äußeren Lebensumstände waren, als vielmehr der Schmerz selbst, der mich an ihn gebunden hielt.

Ich war offenbar so süchtig nach dem Schmerz …

… dem Schmerz, nicht gesehen und nicht geliebt zu werden, dass mein Gegenüber gar nicht anders konnte, als mir meine mangelnde Selbstliebe zu spiegeln!

Deswegen möchte ich dir heute folgendes ans Herz legen. Mache dir all die Dinge/Situationen in deinem Leben bewusst, die deine Selbstliebe – dein Selbstvertrauen, deine Selbstachtung und deine Würde – untergraben. Und damit auch all jene Gemütszustände, die dein/e aktuelle/r Herzenskandidat/in gerade in dir auslöst: 

❗️Alles, was dich kränkt – so z.B. seine Halbherzigkeit, seine Lieblosigkeit …

❗️Alles, was dir nicht guttut – bspw. sein cooles Gehabe, seine Unverbindlichkeit …

❗️Alles, was dir (Verlust-)Angst bereitet – u.a. seine wiederholten Rückzüge …

❗️Alles, was dich deiner Energie beraubt – und dich in einer ewigen Warteposition gefangen hält …

❗️Alles, was dir das Gefühl gibt, nicht du selbst zu sein – so z.B. wenn du dich in eine selbstschädigende Rolle begibst, die dich klein hält …

Sobald du dich in einem der beschriebenen Gemütszustände befindest, ist es Zeit für deinen eigenen Rückzug!

Dann bist du aufgefordert, deine eigene Höhle aufzusuchen und deine Wunden zu pflegen - ohne Vorwürfe und ohne Anklage an den Anderen! Nur so holst du dich selbst in dein Leben zurück. Und fängst an, deine Prioritäten neu zu definieren! 

Und erst mit diesem neuen Verhalten von dir zeigst du deinem Gegenüber ein neues Bild von dir: Das Bild einer liebevollen weiblichen oder männlichen Autorität, die weiß, was sie will. Und die sich nur noch mit dem zufrieden gibt, was den eigenen Werten entspricht.

Alles, was deinen Werten und deiner Würde entgegenarbeitet, darf losgelassen werden

Und damit sind wir bei einem ganz wichtigen Punkt angekommen! Wenn es um das Loslassen geht, lässt du in Wahrheit nicht ihn oder sie, sondern immer nur deinen eigenen Schmerz, deine mangelnde Selbstliebe los!

Mach dir das immer und immer wieder bewusst, und du wirst merken, dass du von Tag zu Tag mehr über dich hinauswachsen und innerlich aufblühen wirst. 

Denn das, was wahrhaftig zu dir gehört, kannst du NIEMALS verlieren! 

Mit diesem neuen Verhalten erweist du nicht nur deinem Herzensmenschen, sondern vor allem dir selbst den größten Liebesdienst. Insofern muss dich dein/e Seelenpartner/in auch einfach mal „entliebt“ erleben, und zwar als Spiegel seines/ihres eigenen „Entliebt-seins“. 

Erst diese echte, loslassende, ganz bewusst freigebende Liebe sorgt dafür, dass die Liebe in ihm/ihr frei fließen und – früher oder später – auch für ihn/sie fühlbar wird. Wann das genau sein wird, steht in den Sternen. Du jedoch wirst dir diese Frage umso seltener stellen, desto fesselnder und faszinierender du dein eigenes Leben gestaltest.

In diesem Sinne: Sei mutig, glaube stets an dich, sei stolz auf dich und liebe dich – mit jedem Tag immer ein bisschen mehr und mehr :-)

Alles Liebe & Gute wünscht dir von Herzen

Deine Ute